Barbarie Ente
domestizierte Form der Moschusente


Die Barbarie Ente ist die domestizierte Form der Moschusente (Haustierform der Moschusente) und eine beliebte Entenrassen der französischen Küche. Sie ist auch als Warzenente, Sturm-, Flug- oder Türkenente bekannt - alle Namen meinen dasselbe Tier. Ihr Merkmal ist die rote Farbe des Schnabels und des Gesichts. Das Gefieder reicht von Weiß und Grau über Blau und Braun bis Schwarz. Auch eine gescheckte Farbenpracht ist nicht ungewöhnlich. Hierbei haben die Tiere ein schwarz-weißes, braun-weißes oder blau-weißes Muster. Wegen dieses schönen Federkleids wird die Barbarie Ente auch gerne zur Zierde gehalten und nicht ausschließlich für wirtschaftliche Zwecke.

Barbarie Ente

FAQ // häufige Fragen zur Barbarie Ente

Woher stammt die Barbarie Ente?

Diese Entenrasse stammt ursprünglich aus Südamerika. Die Barbarie Ente wurde bereits von den Indianern vor 1492 seit Jahrhunderten gehalten. Christoph Kolumbus brachte sie um 1500 von seinen Reisen in die „Neue Welt Indien“ mit, weshalb die Enten zunächst Canard d’Inde (Enten aus Indien) genannt wurden. Danach verbreitete sie sich schnell nach Afrika, Madagaskar und ins tropische Asien. Ihren heutigen Namen erhielt sie durch die Domestizierung in Frankreich, wo sie „Canard de Barbarie" getauft wurde.


Was ist das Besondere an unserer Barbarie Ente?

Wir beziehen unsere Barbarie Ente von unserem Züchter Jean-Claude Miéral aus Frankreich. Dort leben die Tiere unter besten Bedingungen in freier Natur mit einem Auslauf von 10 m² pro Tier. Zum Vergleich: in konventionellen deutschen Mastbetrieben stehen rund 28 Hühner auf einem einzigen m² Stallbodenfläche.

Wir bieten zweierlei Barbarie Enten von Miéral an. Zum einen die Premiumlinie „Excellence", worunter Miéral seine Enten, Tauben und Perlhühner veräußert. Diese dürfen den mit „AOP Bresse“ gekennzeichneten Namen nicht tragen, da die Bezeichnung durch andere Züchter verunglimpft wurde und somit für Enten, Tauben und Perlhühner verboten wurde. Die Aufzucht unterliegt aber denselben Bedingungen wie der des AOP Bresse Geflügels. Die Tiere erreichen mit etwa 18 – 25 Wochen die Schlachtreife, was etwa doppelt so lang ist, verglichen zu ähnlichen Tieren.

Zum anderen bieten wir die Barbarie Ente unter dem Label Rouge „Prince de Dombes“ von Miéral an. Die Region Dombes ist eine Teich- und Seenlandschaft südlich der Bresse. Auch hier legt Miéral sehr hohe Ansprüche an die Zucht- und Futterbedingungen seines Geflügels. Unter dem Label Rouge Gütesiegel versteht man hohe qualitative Ansprüche und strenge Kontrollen des französischen Landwirtschaftsministeriums. Nach etwa drei Monaten haben die Tiere ihr optimales Schlachtalter erreicht.

Miéral zählt nicht ohne Grund als ‚Gralshüter‘ des Bresse-Geflügels, weiß Wolfgang Otto aus den langjährigen Kontakten mit der französischen Züchterlegende. Wie bei seinen berühmten Bressehühnern zählt auch bei den Enten für Jean-Claude Miéral nur absolute Perfektion, ergänzt Wolfgang Otto und outet sich abermals als großer Fan des französischen Geflügels. Diesem sind nicht nur Sterneköche verfallen, es hat auch bei Genießern weltweit Legendenstatus.

Wie schmeckt die Barbarie Ente?

Der Geschmack hängt auch vom Futter ab. Die Fütterung der Barbarie Ente von Miéral beinhaltet ausschließlich die besten natürlichen Ressourcen. Die Excellence Barbarie Ente bekommt ausschließlich Mais, Weizen und Buchweizen, aber auch Kuhmilch oder Milchpulver. Das macht die Haut leicht gelblich und das Fleisch hat einen bräunlichen Ton mit besonders intensivem Geschmack. Die Tiere in der Dombes Region erhalten ausschließlich grüne Proteine und Cerealien. Ihr Fleisch hat eine pinke Färbung und ist sehr zart.


Wie wird die Barbarie Ente zubereitet?

Sie können unsere Barbarie Ente grillfertig oder effiliert kaufen. Effiliert bedeutet: der Darm wurde manuell, also ohne Einschnitte entfernt, sodass sich keine Bakterien ausbreiten können. Bei diesem Produkt sind der Kopf, die Organe und die Füße noch vollständig erhalten, so ist das Geflügel länger haltbar. An den Füße können Sie sich von der natürlichen Haltung überzeugen, denn nur unversehrte Füße lassen Rückschlüsse auf eine tiergerechte Aufzucht ziehen.

Klassisch können Sie die Barbarie Enten im Ofen oder auf dem Grill zubereiten. Bei der Würzung haben Sie keinerlei Grenzen. Achten Sie darauf, nach der eigentlichen Garzeit die Temperatur auf Grillfunktion zu erhöhen, damit die Haut schön knusprig wird. Aus dem übrig gebliebenen Sud lässt sich eine leckere Sauce zubereiten: einfach diesen abgießen, aufkochen und mit Speisestärke abbinden. Durch etwas Olivenöl wird die Sauce dann besonders geschmackvoll.

Rezepttipp von Nils Jorra: Barbarie Entenbrust mit geschmorter Aubergine, koreanisch inspiriertem Gurkensalat und Thai-Basilikum


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